Stadtbauer

Kaffeepflanze

Bauer in Wien

Wien wächst. Genau wie das steigende Bewusstsein für Umwelt und Gesundheit. Neue Wege sind zu gehen, will man dieses Bewusstsein weiter stärken. Für Lebensmittel heißt das unter anderem, sie dort zu produzieren wo sie gebraucht werden. Deswegen betreiben wir eine Landwirtschaft in der Stadt. Für die Zucht unserer Austernpilze nutzen wir was bereits vorhanden ist: Kaffeesatz, der im Müll landen würde.

Unsere Ideale

Unsere Ideale stehen bis heute an oberster Stelle unseres Handelns. Und das werden sie auch in Zukunft bleiben.

Wir möchten:

  • ressourcenschonende Wege gehen
  • ein gutes, gesundes Nahrungsmittel herstellen
  • zeigen, dass Abfall weit mehr ist als Müll
  • in den Köpfen der Menschen etwas bewegen und sie motivieren selbst aktiv zu werden
Schwammerl-Kreislauf

Kaffeesatz für Pilze

Die Wiener Kaffeehauskultur ist auf der ganzen Welt bekannt. Pro Tag werden in Wien rund 44 Tonnen Kaffee konsumiert. Nur etwa 1% davon landet in der Tasse, die restlichen 99% werden als Kaffeesatz entsorgt.

Die richtige Mischung

Der Kaffeesatz wird mit Pilzmyzel, Kaffeehäutchen, Wasser sowie etwas Kalk vermischt. Die fertige Mischung wird als "Pilzsubstat" bezeichnet.

In der ersten Wachstumsphase – der Inkubation – wird das Substrat vollständig vom Myzel durchwachsen. Am Ende dieser Phase müssen für die Fruchtkörperbildung die Raumbedingungen geändert werden.

Die ersten Pilze können dann binnen weniger Tage geerntet werden.

Der Kreislauf schließt sich

Nach drei Pilzernten wird das Substrat kompostiert und als Erde weiterverwendet.

 

Betriebsleiter Florian Hofer und Manuel Bornbaum

Florian Hofer

Co-Gründer, Betriebsleiter & Bastler

Beste Eigenschaft: ruhig aber aufgeschlossen

Schlechteste Eigenschaft: Spätaufsteher

Nach der Matura im Jahr 2007 an der HTL-Vöcklabruck arbeitete Florian als Konstrukteur und Technischer Zeichner. 2009 begann er das Studium "Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau" an der TU-Wien.

Durch das universitätsübergreifende Seminar "Entrepreneurship & Innovation" kam er mit dem Thema Pilzzucht auf Kaffeesatz in Kontakt. Bis dahin standen Pilze nicht wirklich auf dem Lehrplan des Maschinenbauers. Als vegan und sehr umweltbewusst lebender Mensch ließ ihn dieses Thema nicht mehr los.

Im Betrieb zählen vor allem das Planen und Ausführen von technischen Aufgaben und Optimieren von Produktionsprozessen zu seinen Aufgabengebieten.

Manuel Bornbaum

Co-Gründer, Betriebsleiter & Hobby-Imker

Beste Eigenschaft: weltoffen und kommunikativ

Schlechteste Eigenschaft: teilweise galoppierend chaotisch

Nach der HAK Matura 2007 in Vöcklabruck/OÖ arbeitete Manuel für 3,5 Jahre als Bankbetreuer und anschließend für 1,5 Jahre als Sozialpädagoge. 

2012 wagte er den Schritt die Arbeit ruhen zu lassen, um seiner geheimen Leidenschaft nachzugehen: der Landwirtschaft. Das Studium der Agrarwissenschaften auf der BOKU Wien eröffnete ihm eine völlig neue Welt.

Es folgten Praktika auf Bauernhöfen, eine Imker-Ausbildung, die Arbeit im Verein "Netzwerk Existenzgründung in der Landwirtschaft" und eine Bachelorarbeit zum Thema "Einstieg in die Landwirtschaft".

Im 5. Studiensemester begann er gemeinsam mit Florian an der Umsetzung der Idee einer Speisepilzzucht auf Kaffeesud und so wurde im Mai 2015 Hut & Stiel geboren.

Ute Tschelaut

Mitarbeiterin

Eine Garten- und Gemüsebauausbildung hat die studierte Modedesignerin zu uns geführt. In ihrer Praktikumszeit ist sie uns so ans Herz gewachsen, dass wir sie nicht mehr gehen lassen wollten.